Ende Oktober 2025 hat „Klanglicht“, das Kunstfestival der Bühnen Graz, sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Vier Nächte lang verwandelten internationale Licht- und Klangkünstler Graz erneut in ein leuchtendes Gesamtkunstwerk. Unter dem Jubiläumsmotto „Rausch“ waren eindrucksvolle Installationen zu sehen, die Wahrnehmung, Raum und Emotion auf faszinierende Weise verschmelzen ließen.
Conny Amtenbrink, Vorstandsmitglied des Lüdenscheider LichtRoutenKollektivs, war dabei und war begeistert. Von ihr stammen sämtliche Fotos.
Ob Tagträume oder nächtliche Fantasien – das Festival machte die flüchtigen, surrealen Erlebnisse unserer Traumwelt sichtbar und erlebbar. Die Kunstwerke bewegten sich zwischen poetisch und kraftvoll, surreal und real, und warfen dabei Fragen auf, die die Besucherinnen und Besucher nachdenklich und staunend zugleich zurückließen.
Rund 16 Stationen luden zum Staunen, Eintauchen und Mitwirken ein. Höhepunkte im öffentlichen Raum waren:
Our Colour Reflection – Liz West (Kasematten)
Mehr als 700 farbige Spiegel tauchten die Schlossbergbühne in ein Meer aus Licht und Reflexionen. Die Besucherinnen und Besucher wurden Teil einer lebendigen, ständig wechselnden Farblandschaft.
Sphären – Eva Schlegel, Valerie Messini, Damjan Minovski (Graz Museum Schlossberg)
Begehbare Lichtkugeln mit Texten von Rosa Pock und Ludwig Wittgenstein verbanden Philosophie, Sprache und Raum.
Pochen – Julian Hölscher (Uhrturm)
Eine Projektion auf das Grazer Wahrzeichen, bei der sich Licht und Klang zu einem flirrenden Spiel zwischen Realität und Illusion verbanden. Julian Hölscher war in Lüdenscheider mit einer Architektur-Projektion auf dem Phänomenta-Turm vertreten.
Vertigo – FH Joanneum (Antoniuskirche)
Studierende der FH Joanneum verwandelten das Kirchenschiff in ein immersives Medienerlebnis rund um den Themenkreis zwischen Liebesrausch und Kontrollverlust.
Lotus Pods – David Ram (Freiheitsplatz)
Leuchtende Kapseln reagierten auf Berührung und Bewegung – ein Spiel aus Licht, Energie und Ruhe.
Kunst mit Klang
Mantra Modulation – Studio MO:YA (Schauspielhaus)
Eine virtuelle kinetische Skulptur erwachte mittels 3D-Brille zum Leben. Besucherinnen und Besucher konnten die Klänge und Bewegungen selbst modulieren.
Aftereal & Fresnel – Yasuhiro Chida (Burggarten & Mausoleum)
Der japanische Künstler erschuf poetische Werke aus Lichtdrähten, Spiegeln und sanften Klängen, die die Wahrnehmung von Realität und Illusion hinterfragten.
Echoes of Light – Onionlab (Stadtpfarrkirche)
Spiegel und Sensoren reagierten auf Bewegung und Emotionen des Publikums – ein Spiel mit Identität und Verbindung.
Liquid Lense – Alessandro Lupi (Innenhof Bürger:innenamt)
Wasser, Tropfen und Licht formten eine hypnotische Licht-Choreografie.
Flux – Collectif Scale (Landhaushof)
Eine dynamische Lichtskulptur aus Frankreich, die Architektur und Musik in poetische Bewegung brachte.
Arkestra of Light – OchoReSotto (Dreifaltigkeitskirche)
Eine Symphonie aus Licht und Klang ließ die Fassade der Kirche lebendig werden.
Topia – Zalán Szakács (Dom im Berg)
Ein digitales Fenster zwischen Realität und Illusion, das zum Entdecken neuer Lichtwelten einlud.
Young Masters Exhibition
Im Schlossbergstollen präsentierten junge Künstlerinnen und Künstler der Medienkunst neue Arbeiten:
Jana Habiger, Joschua Hohenbrink, Alice Zanutti, Bensu Kaya, Indy YuQian und andere gestalteten mit Projektionen, Klang und Interaktion ihre eigenen „Räume des Rauschs“.
